Tabellenführer Rostock zu stark

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Nachdem man in der Vorwoche sozusagen die Pflicht mit 65:51 gegen den Tiergarten ISC 99 Berlin bravourös abgeschlossen und damit den dritten Tabellenplatz gesichert hatte, sollte nun im Nachholspiel gegen den Klassenprimus aus Rostock die Kür folgen. Die knappe 61:69 Hinspielniederlage ließ im Vorfeld zumindest darauf hoffen, dass man die Norddeutschen an einem guten Tag gefährden könnte. Zum Auftakt sah es dahingehend auch noch ganz gut aus, denn als man Jana Thiedke und Vanessa Höhne in Korbnähe in Szene setzen konnte, vermochten diese die Anspiele in Punkte umzumünzen. Bis zur 6.Minute hielt man daher noch eine kleine 14:13 Führung, ehe der EBC bis zum Viertelende einen kleinen 7:0 Lauf hinlegte. Gina Löbig eröffnete das zweite Viertel zwar vielversprechend mit einem Mitteldistanzwurf zum 16:20 Anschluss, doch dies war der letzte Lichtblick der 1.Halbzeit. Anschließend offenbarten die Red Dragons große Probleme gegen die gut rotierende Zonenverteidigung der Gäste. Man traf keine Distanzwürfe und schaffte es oftmals nicht mehr den Ball zu der gewünschten Anspielstation zu bringen. Die resultierenden Ballverluste bestraften die Rostockerinnen dann umgehend mit einigen Punkten durch Schnellangriffe. Zur Halbzeit fanden sich die Königs Wusterhausenerinnen dann dementsprechend schon mit 22:39 im Hintertreffen.

Nach dem Seitenwechsel ließen die nur mit sechs Spielerinnen angereisten Ostseestädterinnen ein wenig in der Intensität nach. Allerdings konnten sie sich im Zweifelsfall auf ihre Topscorerin Anica Zühlsdorf (am Ende 25 Punkte) verlassen, die diverse Würfe aus der Mitteldistanz traumhaft sicher verwandelte. Die Red Dragons hielten daher den Rückstand bis sieben Minuten vor Ende konstant (40:57), ehe Rostock noch einmal zum Endspurt ansetzte. Wieder war es Anica Zühlsdorf, die zwei Minuten vor Ende zum 75:43, der gleichzeitig höchsten Führung, einnetzte. Immerhin blieb es dann den Gastgeberinnen überlassen die letzten acht Punkte der Partie zum 51:75 Endstand zu erzielen.  „Nach dem wichtigen Sieg gegen TISC in der Vorwoche, wo das Team viel Charakter gezeigt hat, fehlte uns heute von Beginn an irgendwie die Spannung. Bei Einigen war scheinbar schon die Luft raus. Das hatte man teilweise auch schon im Training unter der Woche beobachten müssen. Gegen die Zonenverteidigung haben wir nie ein effektives Mittel gefunden. Man hat auch deutlich gemerkt, dass uns gute Distanzschützinnen fehlen.“, analysierte Trainerin Ney. Letztlich war der Saisonabschluss aber nur ein kleiner Wermutstropfen auf eine ansonsten erfolgreiche Saison, so dass sich die Trauer in Grenzen hielt. „Wir sind als Aufsteiger auf Anhieb auf dem dritten Platz gelandet. Für die nächste Saison planen wir mit einem größeren Spielerkader. Zudem wollen wir frühzeitig in eine intensive Vorbereitung gehen, die auch gezieltes Athletiktraining enthalten soll.“, blickt WSG-Coach Ney schon voraus. Zwar geht es für die zweite Herren des Vereins Ende April noch um den Aufstieg in die Oberliga, aber ansonsten ist die Spielzeit für die Teams der Red Dragons beendet. „Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Sponsoren und Unterstützern, insbesondere bei den Hauptsponsoren Mittelbrandenburgische Sparkasse, WKW Wärmerversorgungs GmbH Königs Wusterhausen, LUTRA GmbH Königs Wusterhausen, Berlin-Brandenburger-Flächenentwicklungs GmbH und BEV Ingenieure ohne die Basketball in der Form bei der WSG gar nicht möglich wäre. Wir hatten erstmals zwei Teams im überregionalen Spielbetrieb, die am Ende jeweils als Dritter die Saison erfolgreich beendet haben. Darauf lässt sich aufbauen.“, erläutert Abteilungsleiter Matthias Köpke.

Red Dragons: Thiedke 19, Höhne 10, Löbig 8, Hermann 6, Kosche 6, Halbleib 2, Blume, Weiß