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BIG-Basketballmagazin

Tapfere fünf Red Dragons-Damen nicht belohnt

Im Wissen um den geschwächten Gegner begannen die jungen Berlinerinnen wie erwartet mit aggressiver Verteidigung über das gesamte Feld, um die Red Dragons möglichst früh kräftemäßig zu schwächen. Dies gelang auch bereits im ersten Viertel phasenweise, so dass sich die Brandenburgerinnen nach den ersten zehn Minuten bereits einem 10:19 Rückstand gegenüber sahen. Es spricht jedoch für die Moral der fünf verbliebenen Spielerinnen, dass man sich trotz des frühen Rückstandes und angesichts von noch dreißig effektiven Spielminuten ohne Möglichkeiten zu wechseln nicht aufgab und das Defizit bis zur Halbzeit (24:34) nur unwesentlich anwachsen ließ.

Die folgenden 15 Minuten Halbzeit wurden als wichtige Verschnaufpause dann natürlich gern angenommen. Mit wieder etwas aufgetankten Akkus zeigten die WSG-Damen im dritten Viertel zugleich, warum sie die gesamte Saison auf einem der ersten drei Plätze rangiert haben. Durch einen schnellen 7:0 Lauf konnte man den Rückstand in der 22.Minute bis auf 31:34 verkürzen. Mit diesem knappen knappen Defizit (37:40) ging es dann auch in das entscheidende letzte Viertel, wo der Korb aber zunächst wie vernagelt schien. Bis auf Nicole Hermann´s Nahdistanzwurf in der 35.Minute wollte in den ersten neun Minuten des Schlussviertels kein weiterer Ball aus dem Spiel heraus in den Lichterfelder Korb. Dementsprechend aussichtslos sah es eine Minute vor dem Ende bei einem Rückstand von 41:52 auch aus. Doch dass die Moral mehr als intakt ist, konnte man spätestens jetzt deutlich beobachten. Mit den buchstäblich letzten Kräften schafften die Red Dragons einen sensationellen 10:0 Lauf, zu dem Janina Kosche sämtliche ihrer acht Punkte beisteuerte und den sie mit einem Dreipunktewurf zum 51:52 auch selbst vollendete. Nach einem taktischen Foul behielt auf der Gegenseite allerdings Mara Griesehop die Nerven, als sie beide Freiwürfe zum 54:51 Endstand verwandelte und den Lichterfelder Sieg sicherstellte. Trotz der knappen und bitteren Niederlage fiel das Fazit von Trainerin Ney insgesamt positiv aus: „Wir kämpften tapfer und mit vollem Einsatz, konnten aber den Zwischenspurts der mit 12 Spielerinnen angetretenen Lichterfelderinnen nicht genug entgegensetzen. Die Niederlage wäre mit mindestens einer einsatzfähigen Spielerin mehr sicher vermeidbar gewesen. So muss ich den 5 Tapferen meinen Respekt dafür aussprechen, dass sie bis zum Schluss gekämpft, nie aufgegeben haben und immer in Schlagdistanz blieben. Am Ende waren es ein paar kleine Fehler (Fehlpässe, Ballverluste oder Fehlwürfe) zu viel, die Spielerinnen, die mal eine Verschnaufpause hätte haben können, vielleicht nicht passiert wären.“

Red Dragons: Thiedke 19, Löbig 11, Hermann 9, Kosche 8, Weiß 5

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