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BIG-Basketballmagazin

Guter Start reicht für Arbeitssieg im Nachholspiel

Durch diesen ungewohnten Austragungszeitpunkt mussten beide Seiten auf wichtige Stammkräfte verzichten. Während bei den Red Dragons Vanessa Höhne und Claudia Kurtz berufsbedingt fehlten, mussten die Gäste aus Berlin ohne ihre drei besten Werferinnen Navina Huth, Melina Schwob und Susann Conrad auskommen. Beide Seiten boten entsprechend nur acht Spielerinnen auf, wobei Natalie Scherler auf Seiten der Gastgeber nur für den Notfall mit auf der Bank saß. „Natalie laboriert eigentlich noch an den Folgen einer Knöchelverletzung. Nur falls wir in Foulprobleme kommen sollte, würde sie eingesetzt werden.“, erklärte WSG-Trainerin Denise Ney. Die Anfangsphase der Partie müssten ansonsten nach dem Geschmack von Ney gewesen sein, denn ihr Team setzte die Hauptstädter durch eine aggressive Defensivarbeit gehörig unter Druck. Bis zur 13.Minute erlaubte die Verteidigung der Brandenburgerinnen gerade einmal zwei erfolgreiche Feldkörbe der Westberlinerinnen. Da jedoch die eigene Wurfquote nur mäßig war, leuchtete zu diesem Zeitpunkt trotz der optischen Überlegenheit lediglich eine 23:10 Führung auf der Anzeigetafel.

Dieser Vorsprung hatte auch zu Beginn der zweiten Halbzeit (28:16) in etwa Bestand und konnte durch einen zwischenzeitlichen 8:0 Lauf sogar noch bis auf 39:23 in der 26.Minute ausgebaut werden. Dies roch nach einer Vorentscheidung in dieser allgemein sehr punktearmen Partie, doch Gästecoach Jörg Dunzel stellte nun auf eine aggressive Ganzfeldverteidigung um und die Red Dragons damit gleichzeitig vor Probleme im Spielaufbau. Plötzlich fabrizierten die Gastgeberinnen viele Fehler beim Ballvortrag, welche die BG 2000 umgehend nutzte. Durch elf unbeantwortete Punkte in Folge war der Ausgang des Matches sieben Minuten vor dem Ende beim Stand von 39:34 nun wieder offen. Insbesondere als die stark aufspielende Eva Rosenbaum in der 37.Minute durch drei ihrer am Ende 18 Punkte den WSG-Vorsprung bis auf zwei Pünktchen (41:39) dahinschmelzen ließ, stand die Partie auf des Messers Schneide. Doch Aufbauspielerin Anke Blume und Center Jana Thiedke behielten kühlen Kopf und hatten mit vier bzw. zwei Punkten in einem folgenden 6:2 Lauf die passende Antwort. Julia Halbleib war es dann vorbehalten an der Freiwurflinie den 49:43 Endstand herzustellen. „Das war heute ein klassischer Arbeitssieg. Aufgrund der Umstände darf man mit diesem auch mal zufrieden sein. Unsere zweiwöchige Spielpause hat man allerdings teilweise recht deutlich gesehen. Erstmals seit langem hatten wir offensiv große Probleme die Systeme durchzuspielen und den Ball entsprechend laufen zu lassen.“, analysierte Trainerin Denise Ney.

Red Dragons: Blume 15, Löbig 12, Thiedke 12, Hermann 8, Halbleib 2, Kosche, Weiß, Scherler

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